Entstehung

Global nehmen Migrationsbewegungen aus unterschiedlichen Gründen zu. In Europa stellt dies insbesondere den deutschsprachigen Raum als zentrales Ziel der Flüchtlingswelle vor wachsende Herausforderungen in der Gesellschaft und im schulischen Bereich. Erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern in deutschsprachigen Ländern setzt den Erwerb der deutschen Sprache und des kulturellen Verständnisses voraus. Gleichzeitig bedarf es einer Sensibilisierung der Gesellschaft und des Bürgertums, um die Angst vor dem Fremden zu nehmen.

Auslöser der Antragsstellung waren die großen Migrationsbewegungen, von denen auch viele Schulen in Baden-Württemberg sehr überrascht wurden. Im schulischen Bereich stand zum Zeitpunkt der Antragsstellung nicht in ausreichender Zahl geschultes Lehrpersonal zur Verfügung.

Um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, braucht es speziell fortgebildete Lehrkräfte in Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache (DaF/DaZ) bzw. Lehrkräfte, die mit Mehrsprachigkeit und Vielfalt im Unterricht umgehen können. Damit dies erreicht werden kann, braucht es, so unser Gedanke, eine transnationale Expertise im Bildungsbereich. Experten aus Fortbildung, Schule, Schulverwaltung und Wissenschaft aus den Ländern Südtirol/Italien, Österreich und Deutschland bringen ihre Erfahrungswerte in das Projekt ein. Gemeinsam werden Konzepte zur interkulturellen Kompetenz weiterentwickelt, neue Instrumente der Unterrichtsentwicklung in Form eines Mehrsprachen-Kompetenzmodells entwickelt, Fortbildungsmodule für DaF/DaZ und Mehrsprachigkeit konzipiert, Möglichkeiten für gelingende interkulturelle Erziehungspartnerschaften eruiert.

Ziel ist es, in allen Partnerregionen möglichst viele Lehrkräfte und Multiplikatoren in ihrer Professionalität zu stärken. Der Fokus liegt dabei auf den Themen DaF/DaZ bzw. Mehrsprachigkeit, Umgang mit Heterogenität, interkulturelle Kompetenz und Gestaltung erfolgreicher Erziehungspartnerschaften. Ein gewollter Nebeneffekt ist die Begegnung von Menschen und der Bildung von schulischen und regionalen bzw. überregionalen Netzwerken.        

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Last modified: Friday, 8 November 2019, 8:04 AM